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Rajasthan: das Land der Könige

Bereits der Name lässt doch die Erwartungen schon steigen. Bunte Wüstenstädte wie die blaue Stadt Jodhpur, die pinke Stadt Jaipur oder die goldene Stadt Jaisalmer. Weitläufige Landschaften im saftigen Grün oder in gelben Wüstentönen. Eindrucksvolle Forts, die uns in die Zeit der Maharadschas und ihren Maharanis zurückversetzen. Architektur, die sich in ihren Raffinessen und in der Handwerkskunst immer wieder selbst übertrifft. Tempel, die us mit ihrem nicht enden wollenden Detailreichtum zum Staunen bringen. Neugierige Einheimische und heilige Kühe. Rajasthan ist immer einen Besuch wert. Übrigens, wir haben es gerne richtig authentisch indisch. Stellt euch also beim Lesen dieses Textes als Hintergrundkakophonie pausenloses Gehupe vor. Denn funktioniert die Hupe eines indischen Fahrzeuges nicht mehr, gilt es als kaputt und man kann es gleich zuhause stehe lassen. Willkommen in Indien!

 

Fakten und Eigenheiten in Rajasthan

Rajasthan liegt im Nordwesten Indiens und grenzt an Indiens Nachbarn Pakistan. Rajasthan ist zwar mit der Fläche von fast Deutschland der flächengrößte Bundesstaat Indiens, liegt aber gemessen an de Einwohnerzahl, nur an siebter Stelle. Für indische Verhältnisse  heißt das „relativ dünn besiedelt“. Statt fast 400 Personen pro Quadratkilometer liegt der Schnitt in Rajasthan bei nur 200. Zum Vergleich: In Österreich leben 105 Einwohner pro Quadratkilometer. Allerdings beansprucht die Wüste Thar mehr als die Hälfte der Fläche Rajasthan für sich. Daher dürfen wir trotz der dünnen Besiedelung keine Berührungsängste haben und sollten unsere Komfortzone am besten zuhause lassen. Menschenansammlungen gehören zum Alltag und die ersten neuen Bekanntschaften schließen wir in Rajsthan allerspätestens bei der ersten Chai pause oder bei unserem ersten Snack. Traditionell essen wir wir in Indien ohne Besteck und nur mit unserer Hand. Genauer gesagt mit unserer rechten Hand. die linke Hand ist tabu, die brauchen wir erst etwas später nach dem Essen. Außer jemand von euch ist Linkshänder. Hier sind die Regeln natürlich anders herum. Aber nach indischer Manier genauso strikt einzuhalten. Damit auch unterwegs alles sicher ist, wird Streetfood meist in Zeitungspapier gewickelt überreicht. Das fehlende Besteck ersetzen wir bei Hauptmahlzeiten mit Brot. Neben dem Klassiker Chapati, gibt es reichlich Alternativen zur Auswahl. Gefüllt, frittiert oder aus dem Tandoori Ofen. Mit Daumen und Zeigefinger reißen wir uns ein Stück ab – fertig ist das essbare Besteck. Bei Saucen wird das Chapati einfach zum Löffeln umfunktioniert. Generell gilt in Rajasthan: Bleiben wir irgendwo stehen sind wir binnen kürzester Zeit von einer Gruppen neugieriger Inder umringt, die uns mit allerlei hilfreichen Tipps zur Seite stehen. Selbst wenn wir gerade nur eine Pause machen und eigentlich keine Hilfe brauchen. Und so kann ein Tag in Rajasthan schnell zu einer Ansammlung an richtig lauten Erlebnissen werden. Um dem Trubel und der Hitze in Rajasthan ein wenig auszuweichen, hilft vor allem folgendes : früher aufstehen las die Sonne und die meisten Inder. Außerdem finden wir in Rajasthan Orte, die man früh besuchen muss, um Einheimischen auf Bild zu bannen . Und hier meinen wir ausnahmsweise nicht die menschlichen Vertreter.

 

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Der Karni-Mata-Tempel in Deshnok

Im kleinen, etwas abgelegenen Ort Deshnok steht der zirka 600 Jahre alte Karni-Mata-Tempel. Dieser ist aufgrund seiner rund zwanzigtausend tierischen BEwohner auch als Rattentempel bekannt. Nicht nur als steinerne, silberne oder goldene Verzierungen am Tempel, sonern auch lebend im Tempe sind die Ratten omnipräsent. Am vormittag, wenn die Tempertatur noch angenehm ist, sind die Nagetiere am aktivsten und beiten in Kombination mit dem Tempe und der, für uns wohl etwas merkwürdigen, religiösen Huldigungen vielfältige Eindrücke. Es gibt verschiedene Geschichten und Legenden, die sich um die Ratten im Tempel und die Heilige Karni Mata ranken. Gemeinsam haben sie, dass die Heilige Karni Mata den Totengott Yama bat, einen verstorbenen Jungen wiederzu beleben. Und dass die Ratten wiedergeborene Seelen sind. Ob Yama nu den Jungen als Ratte wieder auferstehen ließ oder sich weigerte und Karni Mata deshalb schwor, kein männliches Mitglied ihres Volkes mehr ins Totenreich eingehen zu lassen, bleibt Geschmacksache. Apropos Geschmackssache: Die Gläubigen teilen Speis und Trank mit den Ratten im Tempel. Dies bringt neben dem Berühren der Ratten, Segen, Glück und Heilung. Besonders glücklich könnt ihr euch beim Anblick einer weißen Albinoratte schätzen. Diese wird als Reinkarnation Karni Matas angesehen und viele Gläubige verharren stundenlang vor den Mauerritzen im Tempel um eine weiße Ratte mit besonderen Leckereien hervorzulocken.

Das Junagarh Fort in Bikaner

Die pinke Stadt Jaipur bietet ein ganz besonderes architektonisches Meisterwerk der Wissenschaft. Das Jantar Mantar ist die größte von fünf astronomischen Sternwarten Indiens und beherbergt verschiedene wissenschaftliche Bauwerke aus gelbem Sandstein sowie Marmor. Sie dienten unter anderem zur Zeitmessung, wurden für die Beobachtungen von Planetenbahnen entworfen oder konnten die nächste Sonnenfinsternis voraussagen. Wie wichtig die Beobachtung der Himmelskörper in Indien war, zeigte schon der prominente Platz des Freiluft Observatoriums in der Stadtmitte unweit  des Stadtpalastes. Mit Hilfe der Astronomie wurden Kalender erstellt um wichtige religiöse Festtage genau zu bestimmen. Im Vergleich zu den reichlich verzierten Gebäuden Rajasthans wirkt das Jantar Mantar mit seinen glatten, umgeschmückten Oberflächen ganz und gar nicht indisch, sondern eher wie moderne funktionale Architektur. In einem Teil des Jantar Mantar kann jeder Besucher seine persönliche Himmelstreppe, die Sternenuhr seines Tierkreiszeichen suchen. Doch das wohl spannendste Bauwerk des Observatoriums ist das Samrat Yantra. Die Weltgrößte Sonnenuhr beeindruckt mit einer Höhe von 27 Metern. Trotz ihres Alters von fast 300 Jahren zeigt sie die Uhrzeit auf zwei Sekunden genau an.

 

Rajasthan Kompakt

Rajasthan ist für Indien Neulinge ein wunderbarer Start um sich in die doch etwas speziellen Bräuche Indiens einzuleben. Der Bundesstaat bietet für jede/n Reisende/n den passenden Platz. Von Kultur bis hin zu abgelegener Natur fasziniert Rajasthan mit bezaubernden Orten.

Die Fotofüchse bieten zum Beispiel  Foto-kurse und -Reisen an.
Mehr Infos auf: www.diefotofuechse.com

 

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