Paolo Cognetti nimmt uns mit auf eine Reise in die Ferne, die uns zu uns selbst zurückführt. Schon als Junge träumte er von den kargen Bergen des Himalaja, von der Stille und den unberührten Dörfern, die von schwindelerregend hohen natürlichen Mauern umschlossen sind. Der vierzigste Geburtstag steht an, und nun endlich macht er sich mit seinen zwei engsten Freunden auf den Weg – Ziel ist das Dolpo, die entlegendste Region Nepals. Schritt für Schritt überqueren sie Fünftausender-Pässe, kommen an Herden von Yaks und Blauschafen vorbei, an buddhistischen Klöstern, dem einsamen Hochland immer weiter entgegen. Langsam wird Cognetti auf dem Treck klar: Nicht das abgeschiedene Dolpo ist sein eigentliches Ziel, auch der leuchtende Gipfel des Kristallbergs nicht, sondern das Gehen ist seine Mission, sein Zeit- und Raummaß, seine Art zu denken. Mit jedem Schritt, mit jedem Atemzug schärft sich die Wahrnehmung für das Hier und Jetzt, für das, was wesentlich ist: Verbundenheit, Verantwortung, Mitgefühl und Achtsamkeit.

Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt seine Zeit am liebsten im Hochgebirge. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Für seinen Bestseller »Acht Berge« (DVA, 2017), der ins Aostatal führt, erhielt er u.a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega.

©Roberta Roberto

128 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag
€ 15,00 [D] / € 15,50 [A] / CHF 21,90
ISBN 978-3-328-60108-1
Erscheinungstermin: 11. November 2019