Sommerreise, mal in Österreich.

Ich habe das Glück in einer Familie aufgewachsen zu sein, in der viel gereist wird, es gehört einfach dazu. Meine Großeltern reisen viel und so bin auch ich immer viel mit meiner Mutter unterwegs gewesen. Doch irgendwann kam bei mir die Realisation an, wie schön doch eigentlich auch mein eigenes Land ist. Ich reise um die halbe Welt um andere Länder zu erkunden, da wird es doch Zeit, dass ich mich auf eine Reise in meine Heimat begebe. Und so entstand eine Woche im Bregenzerwald mit meiner Mutter im Sommer 2017.

Der erste Eindruck

Ich muss schon sagen meine Erwartungen waren hoch. Die ursprünglichen Häuser im Bregenzerwald mit ihren holzgetäfelten Fassaden sind weit bekannt und ziehen Touristen von der ganzen Welt an. Dennoch wurden meine Erwartungen übertroffen. Ich war vom ersten Moment, als wir den ersten Ort erreichten absolut begeistert. Die Häuser sehen so wunderschön und authentisch aus, die Dörfer haben eine ganz eigene Dynamik, wie die Straßen sich durch Hügel winden und ein Vorgarten ist schöner als der andere.  Ganz zu schweigen von den lieben Namen Bezau, Bizau, Au, Schoppernau, Schnepfau und davon, dass alle Hotels nach Tieren benannt sind.

Schwarzenberg

Zuerst haben wir uns einige Tage im sogenannten Kunsthotel Hirschen in Schwarzenberg eingenistet. Ein wunderschönes traditionsbewusstes aber weltoffenes, freundliches Hotel. Ganz im Ursprüngliches Stil erscheint es von außen und besonders die Gaststube hat einen besonderen Charme. Die Zimmer jedoch sind sehr gemütlich und modern gestaltet (und es gibt superfeine Naturpflegeprodukte). Das Essen war großartig. Ich habe vorab angemeldet, dass ich gerne veganes Essen bekommen möchte und die Küche hat sich große mühe gegeben mir etwas Feines zu servieren. Meine Mutter hat hingegen das unveränderte Menü gegessen und war sehr begeistert. Das Hotel hat auch einen Spa, den wir jedoch nicht wirklich kennengelernt haben, da wir uns untertags eher draußen in der Natur und Umgebung aufgehalten haben. Abends haben wir uns oft in das gemütliche Kaminzimmer gesetzt und noch etwas gelesen oder die nächsten tage neben einem Gläschen Wein geplant.

Es handelt sich um einen der ursprünglichsten Orte, mit vielen geschichtsträchtigen Gebäuden und netten Gasthäusern und tollen Blumengärten. Unten in der Bildergalerie sind einige Fotos aus dem Ort zu sehen.

Von dem Ort aus sind wir vor allen die Gegend erkunden gefahren, mit einigen Stopps zum Genießen, Fotografieren und um hier und da einen Bauernladen zu besuchen. Wir haben den Wasserwanderweg in Hittisau gemacht, ein gemütlicher Einsteigerweg, definitiv auch für Familien lustig. Es folgte ein weiterer Erkundungstag, bedeckter Himmel, viel Nebel und feuchtes Wetter. Es war großartig. So schön sonnige Almen und warme Tage in den Bergen sein können, so beeindruckend war für mich die Mystik bei dem kühlen Wetter. Es tauchte die Täler in eine ganz eigene Stimmung.

Wanderung auf die Annalpe

Nach unseren ersten beiden Tagen machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Bergtour. Wir parkten unser Auto in Au und wanderten zur Bergkristallhütte, eine sehr nette kleine Unterkunft am Berg. Noch am selben Tag folgen wir der Empfehlung des Hüttenwirts und wanderten zum dortigen Wasserfall. Ein netter Aufstieg an dem Bach entlang, der zu einem imposanten Wasserfall führt. Etwa 30 Meter hoch, zog er mich in seinen Bann. Am nächsten Morgen ging es weiter zur Annaple über den Bergkamm, mit grandiosem Ausblick und einer Unmenge an Wildblumen und wieder nach unten.

Mellau

Wir verbrachten noch weitere Nächte im Hotel Bären in Mellau. Dieses Hotel kann und muss ich unbedingt weiterempfehlen. Es ist wunderschön und hell eigerichtet. Minimalistische, geräumige und stilvolle Zimmer sie bieten absolut wundervolles Frühstück. Ein Ort zum Wohlfühlen. Von dort aus haben wir Radausflüge gemacht und sind auf den berühmten Diedamskopf hinauf (auch mit der Seilbahn erreichbar) wo wir mit wundervoller Aussicht gejausnet haben. Einziges Manko: durch die Seilbahn sind doch recht viele Leute oben. Die Aussicht über ganz Bregenz zahlt sich dennoch aus.

Von Mellau aus sind wir an einem Abend zu dem Biohotel Schwanen gefahren. Es handelt sich um ein wunderschönes Biohotel in Bizau (Ja, noch so ein au Name 😉). Viel mehr als das Hotel gibt es hier nicht. Aber darum scheint es hier irgendwie auch zu gehen. Ruhe. Langsamer werden. Wir haben unser großartiges Essen in einem gemütlichen Kräutergarten genossen, wurden bestens von einem sehr aufmerksamen, herzlichen Kellner bedient und haben schlichtweg einen absolut netten Abend gehabt.

Einen Tag lang haben wir uns auch die Stadt Bregenz angeschaut. Sie ist recht lieb, klein und urig. Dennoch teilen sich die netten alten Läden ihren Platz mit einigen Souvenirshops und die Landeshauptstadt kann für mich mit den lieben Bergdörfern nicht mithalten.

All in all

Der Urlaub war für mich eine tolle Möglichkeit meine eigene Heimat besser kennenzulernen und aus dem Wald der Wichtigkeiten in den Wald der Friedlichkeit aufzubrechen.

Unterhalb verlinke ich allen Interessierten ein kleines Video, welches ich damals, kurz nach dem Urlaub zusammengestellt habe, sowie eine kleine Fotogalerie.

P.S.: Der Artikel ist nicht gesponsert.